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DKG WEISSFRÄCKE - Chronik



1951 - 2017 ... von der Gründung zur Gegenwart!

 

6 x 11 Jahre DKG WEISSFRÄCKE

 

Die Veranstaltungen der WEISSFRÄCKE sind der beste Beweis dafür:

Karneval in eleganter Abendrobe zu feiern und trotzdem oder gerade deswegen ausgelassene Fröhlichkeit zu erleben – in der Hinsicht sind die WEISSFRÄCKE zu einem Markenzeichen geworden.

 

Angefangen hat 1951 alles ganz klein. Einige Mannen des Kegelclubs „Nette Herren“ um den umtriebigen Hugo Cremer, der im Jahr davor als Gastpräsident bei der Gesellschaft Maske 07 erstmals Karnevalsluft geschnuppert hatte, gründeten die Düsseldorfer Karnevals Gesellschaft e.V. – das war der ins Vereinsregister eingetragene Titel.

 

Cremer trug als Präsident einen weißen Frack und sein Elferrat trug weiße Kurzfräcke, sogenannte Spencer-Jacken, was dazu führte , dass der Volksmund schon im Laufe weniger Jahre aus der DKG die WEISSFRÄCKE machte.

Die vox populi hatte entschieden – die WEISSFRÄCKE wurden zum Synonym für glanzvollen, spritzigen Karneval.

 

22 Jahre präsidierte Gründer Hugo Cremer; er war auch einige Jahre Vorsitzender des Karnevalsausschusses der Landeshauptstadt und viele Jahre Präsident des Bundes Deutscher Karneval. Von den überregionalen Aktivitäten dieses Präsidenten, eines Erzkarnevalisten mit großem Humor und enormen organisatorischen Begabungen, haben die Weißfräcke nachhaltig profitiert.

 

So begeisterten der „Bundes-Hujo“ und seine Mannen 11 Jahre lang das Berliner Publikum bei großen Düsseldorfer Sitzungen im Berliner Sportpalast. Jeweils 7.500 Menschen besuchten diese denkwürdigen Abende, von denen es anfangs sogar jedes Jahr zwei gab. Dabei wurde das gesamte Programm importiert, alle Düsseldorfer Künstler von Rang und Namen reisten von Düsseldorf nach Berlin.

 

Bis 1998, also 25 Jahre lang war Dieter Linssen Präsident der Gesellschaft. Er gab das närrische Amt 1998 an Burkard Brings ab, zu dem Zeitpunkt 34 Jahre alt.

 

Unter Dieter Linssen schärfte die Gesellschaft Ihr Profil und setzte eine Vielzahl von Akzenten. Das begann mit der Ernennung von Senatoren / Ehrensenatoren, die zum Teil aus höchsten politischen Kreisen kamen und damit die Reputation des Düsseldorfer Karnevals stärkten (z.B. Hans-Dietrich Genscher, Ute-Henriette Ohoven, Dr. Sabine Bergmann-Pohl, Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, Bischof Dr. Heiner Koch, Wolfgang Bosbach, etc.).

 

Nach den erfolgreichen Gastspielen in Berlin kamen Verbindungen auch zu anderen deutschen Städten zustande, die bis heute gepflegt werden.

Heraus ragt dabei das ausgesprochen freundschaftliche Verhältnis zu Köln. Seit 4 x 11 Jahren, wiederum ein närrisches Jubiläum, begeben sich die WEISSFRÄCKE während der Session auf eine närrische Kurz-Kreuzfahrt auf dem Rhein. Dabei inszenieren Sie jedes Jahr eine einzigartige Begegnung des Düsseldorfer Prinzenpaares und des Kölner Dreigestirns sowie der Vorstände beider Festkomitees. Man trifft sich in Köln an Bord eines luxuriösen Rheinkreuzfahtschiffes in Anwesenheit von 200 ausgesuchten Gästen. Dieses Ereignis war der Deutschen Welle wichtig genug, um es per Fernsehen in 128 Länder der Erde zu übertragen.

 

Über viele Jahre war die Gesellschaft Partner des WDR und hat Ihre Sitzung zur bundesweiten Ausstrahlung aufzeichnen lassen.

In Zusammenarbeit mit dem Comitee Düsseldorfer Carneval wurde diese Aktivität in den Jahren 1997 und 1998 auf SAT 1 verlagert. So erlebten viele Millionen Menschen in ganz Europa Karneval aus Düsseldorf – und die Weißfräcke.

 

Neben den Sitzungen unter dem Motto „Glanzvoller, spritziger Karneval“, der karnevalistischen Neujahrs-Matinee „Karneval einmal klassisch“, der jährlichen zweitägigen närrischen Schiffstour auf dem Rhein und einem Fischessen à la Gourmet am Aschermittwoch gibt es übers ganze Jahr gesellschaftliche und sozial ausgerichtete Begegnungen.

 

Soziales Engagement steht dabei immer wieder im Mittelpunkt. Sie standen viele Jahre am zweiten Juli-Samstag im Rahmen einer Straßensammlung auf der Kö und unterstützten mit dem Sammelergebnis die Kinderkrebsklinik bzw. die Werkstatt für angepasste Arbeit. Heute fördern sie mit ihrem Förderpreis "Der Goldene Lackschuh" jedes Jahr ein neues soziales Projekt in der Landeshauptstadt. Bei Altenheim-Besuchen erfreuen sie etwa 600 Düsseldorfer Senioren.

 

Burkard Brings und sein Vorstand haben in den vergangenen Jahren aber auch den Kontakt gerade zu kleineren Karnevalsgesellschaften in der Landeshauptstadt gesucht und gefördert. Aktuell z.B. zur KG "Gemeinsam Jeck", eine neu gegründete Karnevalsgesellschaft der Werkstatt für angepasste Arbeit, in der aktiv Inklusion betrieben wird und Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam Karneval erleben und feiern.

 

Regelmäßig wird Fremdveranstaltungen die Aufwartung gemacht, wobei entstehende Kosten für Programm, Bustransfer usw. aus den eigenen Reihen finanziert und nicht etwa den Gastgebern in Rechnung gestellt werden. Die WEISSFRÄCKE stellen damit immer wieder unter Beweis, dass der Lackschuhkarneval keine schwebende Elitär-Institution, sondern ein wichtiger Bestandteil des Facettenreichtums des Winterbrauchtums in unserer Stadt ist .

 

Dabei stehen sie auch für große Kontinuität und Gradlinigkeit, denn In 66 Jahren wurden die WEISSFRÄCKE nur durch drei Präsidenten geführt - Hugo Cremer, Dieter Linssen und Burkard Brings.

 

Burkard Brings hat mit dem Ehren-Vorsitzenden Egon Klassen und dem Vorsitzenden Dr. Christoph Klose sowie den weiteren Vorstandsmitgliedern  herausragende Persönlichkeiten als Weggefährten, die gemeinsam in harmonischer Weise dem Leitmotiv „Weißfräcke – Partner der Freude“ verschrieben waren und sind.

 

Keine Gesellschaft im Winterbrauchtum der Stadt bezeichnet sich selbst so konsequent als Lackschuhkarnevalisten wie die WEISSFRÄCKE. Und scheinbar will die Düsseldorfer Gesellschaft diesen Freundeskreis auch gar nicht anders sehen.

Damit können sie gut leben und feiern in diesem Sinne

6 x 11 Jahre Lackschuhkarneval in Düsseldorf!!!