Chronik :: Düsseldorfer Karnevalsgesellschaft e.V. WEISSFRÄCKE
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1951 - 2011 ...von der Gründung zur Gegenwart!

60 Jahre DKG WEISSFRÄCKE

Die Veranstaltungen der Weissfräcke sind der beste Beweis dafür: Karneval in eleganter Abendrobe zu feiern und trotzdem oder gerade deswegen ausgelassene Fröhlichkeit zu erleben – in der Hinsicht sind die Weissfräcke zu einem Markenzeichen geworden.

Angefangen hat 1951 alles ganz klein. Nur wenige Mannen des Kegelclubs „Nette Herren“ entschlossen sich, den Aktionskreis auf närrische Begegnungen zu erweitern. Das auserwählte Festkleid: der weiße Frack. Der ins Vereinsregister eingetragene Titel: Düsseldorfer Karnevals Gesellschaft e.V. Schon im Laufe weniger Jahre machte der Volksmund aus der DKG die „Weißfräcke“. Die vox populi hatte entschieden – die Weißfräcke wurden zum Synonym für glanzvollen, spritzigen Karneval. 22 Jahre präsidierte Gründer Hugo Cremer; er war auch einige Jahre Vorsitzender des Karnevalsausschusses der Landeshauptstadt und viele Jahre Präsident des Bundes Deutscher Karneval. Von den überregionalen Aktivitäten dieses Präsidenten, eines Erzkarnevalisten mit großem Humor und enormen organisatorischen Begabungen, haben die Weißfräcke natürlich profitiert.

Bis 1998, also 25 Jahre lang war Dieter Linssen Präsident der Gesellschaft. Er gab das närrische Amt an Burkard Brings ab, zu dem Zeitpunkt 34 Jahre alt. Die Nachfolge wurde in beispielhafter Weise gelöst, die Weißfräcke sind zukunftsorientiert ausgerichtet.

Unter Dieter Linssen hat die Gesellschaft Ihr Profil geschärft und eine Vielzahl von Akzenten gesetzt. Das begann mit der Ernennung von Senatoren / Ehrensenatoren, die zum Teil aus höchsten politischen Kreisen kamen und damit die Reputation des Düsseldorfer Karnevals stärkten (z.B. Hans-Dietrich Genscher, Ute-Henriette Ohoven, Dr. Sabine Bergmann-Pohl, Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, etc.).

Nach vielen erfolgreichen Gastspielen in Berlin kamen Verbindungen auch zu anderen deutschen Städten zustande, die bis heute gepflegt werden.

Heraus ragt dabei das ausgesprochen freundschaftliche Verhältnis zu Köln. Seit mehr als zweieinhalb Jahrzehnten inszenieren die Weißfräcke die einzige Begegnung des Düsseldorfer Prinzenpaares und des Kölner Dreigestirns sowie der Vorstände beider Festcomitees. Man trifft sich jeweils an Bord des Luxusliners „MS Deutschland“ in Anwesenheit von 200 ausgesuchten Gästen. Dieses Ereignis war der Deutschen Welle wichtig genug, um es per Fernsehen in 128 Länder der Erde zu übertragen. Über viele Jahre war die Gesellschaft Partner des WDR und hat Ihre Sitzung zur bundesweiten Ausstrahlung aufzeichnen lassen.

In Zusammenarbeit mit dem Comitee Düsseldorfer Carneval wurde diese Aktivität auf SAT 1 verlagert. So erlebten viele Millionen Menschen in ganz Europa Karneval aus Düsseldorf – und die Weißfräcke.

Neben den Sitzungen unter dem Motto „Glanzvoller, spritziger Karneval“, den Gala-Bällen jeweils am Karnevalssamstag, der jährlichen zweitägigen närrischen Schiffstour auf dem Rhein und einem Fischessen à la Gourmet am Aschermittwoch gibt es übers ganze Jahr gesellschaftliche und sozial ausgerichtete Begegnungen. Seit 25 Jahren unterstützen die Weißfräcke Problemfälle. Sie stehen jedes Jahr am zweiten Juli-Samstag im Rahmen einer Straßensammlung auf der Kö und unterstützen mit dem Sammelergebnis die Kinderkrebsklinik bzw. die Werkstatt für angepasste Arbeit. Bei Altenheim-Besuchen erfreuen und betreuen sie etwa 600 Düsseldorfer Senioren. Burkard Brings und sein Vorstand haben in den vergangenen Jahren aber auch Kontakt gerade zu kleineren Karnevalsgesellschaften in der Landeshauptstadt gesucht und gefördert. Regelmäßig wird Fremdveranstaltungen die Aufwartung gemacht, wobei entstehende Kosten für Programm, Bustransfer usw. aus den eigenen Reihen finanziert und nicht etwa den Gastgebern in Rechnung gestellt werden. Die Weißfräcke stellen damit immer wieder unter Beweis, dass der Lackschuhkarneval keine schwebende Elitär-Institution ist, sondern lediglich zum Facettenreichtum des Winterbrauchtums in unserer Stadt gehört.

Keine Gesellschaft im Winterbrauchtum der Stadt bezeichnet sich selbst so konsequent als Lackschuhkarnevalisten wie die Weissfräcke. Und scheinbar will die Düsseldorfer Gesellschaft diesen Freundeskreis auch gar nicht anders sehen.

In 55 Jahren wurden die Weißfräcke nur durch drei Präsidenten geführt - Hugo Crämer, Dieter Linssen und Burkard Brings.

Burkard Brings hat mit dem Vorsitzenden Egon Klassen eine herausragende Persönlichkeit als Weggefährten, die gemeinsam mit den übrigen Vorstandsmitgliedern in harmonischer Weise dem Leitmotiv „Weißfräcke – Partner der Freude“ verschrieben waren und sind.